Peppo-Instandsetzung

Ich will hier bewusst nicht von Restaurierung reden, das wäre nicht richtig für den wirklich guten Zustand in dem sich die Ape befindet - trotz der bereits 35 Jahre, die sie seit ihrer Produktion schon auf den Straßen herumgestromert ist. Der Ausdruck "sanfte Instandsetzung" reicht vollkommen.

Eine Grundreinigung, Bearbeitung einiger kleiner Roststellen, neue Reifen und die Erneuerung der Simmeringe an den Antriebswellen sind die direkt sichtbaren Dinge, die behoben werden sollten. Und natürlich meine Vorstellung der Optik.

 

Als erstes nehme ich mir die Ladefläche vor. Die Roststellen werden mit dem Rostumwandler Fertan behandelt, nach der Reaktionszeit gesäubert, mit Rostschutzlack versehen, anschließend mit blauer Farbe gestrichen und mit Wachs versiegelt.

Der blaue Farbton war kein Problem; Ich habe mit einem Klappenscharnier den Farbenhändler meines Vertrauens besucht und mir die Farbe ausmessen und mischen lassen.

 

Für den Holzboden habe ich 19 mm starke Leimholzplatten genommen. Sie sind auf Dachlatten geschraubt, damit das Wasser gut ablaufen kann und die Belüftung gewährleistet ist.

Für die Optik habe ich sie mit einem Gasbrenner abgeflammt und dann mit transparentem Holzschutz versiegelt.

 

Ein Satz neuer Reifen gehört erfreulicherweise zu den preislich eher relaxten Dingen an einer kleinen Ape. Aber die Montage der neuen Reifen ist ein hartes Stück Arbeit. Jeder, der mal versucht hat, 15 Jahre alte Reifen von der zweiteiligen Felge zu bekommen, weiß wovon ich rede. Aber mit Fluchen, Gewalt, Geduld und Spucke habe ich auch das hinbekommen.

Bei der Gelegenheit habe ich dann auch gleich die Bremstrommeln und die Felgen lackiert.

 

Die wenigen Roststellen des Fahrerkabinenbodens habe ich auch mit Fertan behandelt und gesäubert. Danach habe ich den Boden von innen und außen mit dem Unterbodenschutz Perma-Film (transparent) gestrichen. Permafilm wird von der Firma Hodt hergestellt  und unter anderem auch als Versiegelung im Schiffsbereich eingesetzt.

 

Das "Bertagnolli-Emblem" auf der Kabinenrückseite ist frei erfunden. Ein Obst- und Gemüsehandel existiert so nicht. Allerdings gibt es in dem kleinen Ort Tret di Fondo (Val di Non, Trentino) die Albergo Aurora, die von der Familie Bertagnolli geführt wird. Wer einen schönen Urlaub erleben möchte - die Adresse kann ich nur empfehlen.

Milchkanne und Obstkiste stammen aus meinem Fundus und vervollständigen - wie ich finde - das Gesamtbild der kleinen Ape.