Kastenausbau Dorotea (TM)

Es gibt schöne und praktikable Lösungen, um in einem Hochdachkombi Schlafplätze und Staumöglichkeiten zu integrieren. Zum Beispiel die "QUQUQ-Box" oder die "Biberbox", diese sogar mit einer Selbstbauanleitung zum Download

Umgesetzt auf die Ape TM ergeben sich aus meiner Sicht allerdings ein paar Nachteile:

  • Um an die Motorklappe der Ape zu kommen müsste die entsprechende Box erst einmal aus dem Fahrzeug entfernt werden. Zuhause sicherlich kein Problem, aber bei einem Defekt auf Reisen mit kompletter Einrichtung nicht die optimale Lösung.
  • Der Kasten der Ape TM hat innen eine Gesamthöhe von nur 90 cm. Bei den oben genannten Boxen schläft man, bedingt durch die Höhe, doch ziemlich nahe am Kabinendach, also nix für claustrophobisch veranlagte Leute.
  • Da die Ape TM ja keine Seitentüre hat, habe ich, wenn das Bett einmal ausgeklappt ist, nicht die Möglichkeit ohne Abbau an den hinteren Stauraum zu kommen.

Ich habe versucht, eine für mich und die Ape TM optimierte Lösung zu finden, aber das gute Konzept der oben genannten Boxen mit einfließen zu lassen. Weitere Prämisse war, dass wir zu zweit in der Ape schlafen können.

Die Frontklappe wird 5 cm höher und ist mit 2 Haltebändern versehen, die es ermöglichen, die Klappe im 90°-Winkel zu öffnen. Dadurch gewinne ich eine zusätzliche Ablagefläche. Die größere Höhe der Frontplatte fixiert im geschlossenen Zustand dann auch die dreiteilige Auflagematratze.

Der Gaskocher und der Wasserkanister sind auf einem Schubfach untergebracht, die bei Bedarf nach vorne gezogen werden können.

In den hinteren, seitlichen Ablagefächern habe ich genügend Platz, mein Zelt, Stühle, Tisch und andere Utensilien unterzubringen. Die beiden Rollcontainer sind - auch bei aufgebautem Bett- jederzeit erreichbar.

Wer an dieser Lösung Interesse hat, am Ende der Seite befindet sich die schematische Darstellung und der bemaßte Holzbedarfsplan als Download.


Schon im letzten Jahr habe ich das Dach, die Seitenwände und die Heckklappe mit 16 mm Armaflex gedämmt, die Türen isoliert, die Lüftungsschlitze mit Fliegengitter verschlossen und anschließend das Dach und die Wände mit Stoff, bzw. 4 mm starken Hartfaserplatten verkleidet.

Das Holz für den weiteren Innenausbau habe ich mir von einer Schreinerei zuschneiden lassen. Ein wenig teurer, aber dafür passt alles sehr präzise und alle Kanten sind schon abgerundet. Das hätte ich mit meinen Hobbywerkzeugen so nicht hinbekommen.

Ich habe bewusst nichts verleimt, sondern alles mit 3,5/40 mm Spaxschrauben verbunden. Dadurch ist die ganze Sache in sich ein klein wenig flexibler und nötigenfalls auch wieder auseinander zu nehmen.

Das einsetzen in die Ape nach dem Zusammenbau war ein wenig kniffelig, denn der Kastenaufbau der Ape ist mitnichten an allen Stellen gleich breit oder gerade. Italienische Maßarbeit.  

Mit dem Gesamtergebnis bin ich aber zufrieden. Mit weggeklappter Liegefläche sind alle Staufächer gut zugänglich und die Motorklappe lässt sich problemlos öffnen.

Die ausgeklappte Liegefläche hat eine Größe von 135 x 178 cm. Die Aussparungen in den Brettern funktionieren wie ein Lattenrost; es federt nach und die Belüftung der Matratze ist gewährleistet.  

Die Matratze habe ich mir hier aus PUR-Schaum (RG40, H3, bis 120 kg) zuschneiden lassen, ist dreiteilig und direkt mit Trikotstoff bezogen. 


Ich habe feststellen müssen, dass ein Ape-Kastenaufbau nicht gerade und gleichmäßig ist, bzw. die Größe von Ape zu Ape Differenzen aufweist. Deshalb empfehle ich, vorher nachzumessen, ob ihr die Größen für eure Ape so übernehmen könnt.

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Schematische Darstellung
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Zuschnittliste
Holzbedarf mit Maßen.pdf
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